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Auf jedes Leben kommt es an - Gemeinsam gegen den Herztod

Auf jedes Leben kommt es an - Gemeinsam gegen den Herztod

Im Gespräch mit Hans-Peter Manzoni, Leiter Services der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW in Chur, erfahren wir das Engagement der Hochschule im Kampf gegen den plötzlichen Herztod.

Im Gespräch

Hans-Peter Manzoni, Leiter Services der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW in Chur

Jedes Jahr erleiden in der Schweiz ca. 12 000 Menschen einen plötzlichen Herztod. Die Ursache ist meist Kammerflimmern. Der Kreislaufstillstand kann nur durch rasche Defibrillation beendet werden. Defibrillation heisst, einen starken elektrischen Impuls abzugeben, um das Herz zu «schocken». Häufig kommt der Notarzt zu spät: Denn nach fünf Minuten liegen die Chancen für einen Erfolg noch bei 50 Prozent, nach 10 Minuten nahe null. Mit Hilfe eines Laien-Defibrillators und geschultem Personal kann per Elektroschock ein Herz wieder in Gang gesetzt werden. Es liegt also in der Verantwortung sozialer Arbeitgeber, sich um die Sicherheit der Mitarbeiter, Patienten, Bewohner sowie Besucher Gedanken zu machen und in die Anschaffung von Defibrillatoren und in die Ausbildung der Mitarbeiter zu investieren.

Wenn jede Sekunde zählt, werden Laien zu Lebensrettern. Auch die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW in Chur hat sich diesen Leitgedanken vorgenommen. Herr Hans-Peter Manzoni, Leiter Services, hat sich schon sehr früh mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Eine öffentliche Anstalt wie die HTW in Chur empfängt bis zu 1600 Studenten, 170 vollamtlichen Mitarbeitern und 200 nebenamtlichen Dozenten. «Wir müssen unsere Verantwortungen wahrnehmen und in unserer öffentlichen Institution für Sicherheit sorgen», so Herr Manzoni.

Fünf AED (Automatischer Externer Defibrillator) wurden für die Hochschule in Chur angeschafft und an leicht zugänglichen Orten platziert. «Elementar sind natürlich die Schulungen für den richtigen Einsatz der AEDs. Wir haben speziell darauf geachtet, dass Mitarbeiter von allen fünf Standorten geschult wurden und diese eine hohe Präsenz während der Unterrichts- und Öffnungszeiten aufweisen. Selbstverständlich werden neue Mitarbeiter in diese Materie eingeführt und ebenso geschult. Regelmässige Auffrischungskurse sind für uns auch ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzepts. Mit verschiedenen uns zur Verfügung stehenden Mitteln propagieren wir regelmässig den Standort der Defis und informieren unsere Kunden. Nur durch eine klare und regelmässige Kommunikation können wir im Ernstfall zeitgewinnend reagieren und Leben retten» erklärt Herr Manzoni.

«Der Notfallzentrale 144 in Ilanz haben wir als weitere Sicherheitsmassnahme die Standorte unserer AED-Geräte bekannt gegeben, damit diese im Notfall auf unsere Geräte zurückgreifen können. Eine derartige Vernetzung ist bei solchen Themen unabdingbar und wichtig», betont der Leiter Services.

«Wir dürfen nicht vergessen: Es könnte mich oder einen Angehörigen treffen und jede Sekunde zählt, damit wir Leben retten können.»

Quelle: Brigitte Weber (Beratung und Verkauf Arbeitssicherheit)

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