Cosanum
Sicherheit am Arbeitsplatz durch Wissen allein ändert das Verhalten nicht

Sicherheit am Arbeitsplatz durch Wissen allein ändert das Verhalten nicht

Menschen gehen oft bewusst Risiken am Arbeitsplatz ein. Mit gezielten Massnahmen und Lerneinheiten gehört die Sicherheit am Arbeitsplatz wieder zum Alltag.

Sicherheitsziele
Wer Sicherheit will, muss sich dazu bekennen, Ziele setzen und entsprechend handeln. Sicherheit am Arbeitsplatz kann nur wirken, wenn es dem Mitarbeitenden bekannt ist, gelebt und  auch vom Vorgesetzten umgesetzt wird.
Setzen Sie Sicherheitsziele. Um sinnvolle Ziele setzen zu können, benötigen Sie die Informationen der Unfälle und der Schwachstellen in Ihrem Betrieb. Ziele sollten grundsätzlich realistisch und erreichbar sein. Dabei vergessen Sie nicht, die für die Zielerreichung notwendigen finanziellen, personellen und materiellen Ressourcen sicherzustellen.

Unfälle sind keine Zufälle
Unfälle am Arbeitsplatz passieren häufig bei einfachen Tätigkeiten. Beim Treppensteigen, beim Lastentragen oder beim Herumgehen im Betrieb. Dabei wird das Risiko oft unterschätzt. Die meisten von uns denken dabei: „da passiert schon nichts“. Aber Achtung, Unfälle sind häufig keine Zufälle. Passen Sie also auf, achten Sie auf Unfallgefahren am Arbeitsplatz.

Unfälle können vermieden werden
Unfälle lassen sich vermeiden, wenn man mögliche Gefahrenquellen richtig einschätzt.

  • Arbeiten Sie nur mit Werkzeugen und Maschinen, die Sie sicher bedienen können
  • Halten Sie Ihre Hände beim Auf- und Absteigen frei zum Festhalten an den Sprossen
  • Kontrollieren Sie immer vor dem Gebrauch Stecker, Kabel und Elektrohandwerkzeuge auf mögliche Schäden
  • Schützen Sie Ihren Kopf vor herunterfallenden Gegenständen oder Materialien

Sicher ist sicher
Riskantes Arbeiten hat den Vorteil, dass es schneller geht und bequemer ist. Wenn riskantes Arbeiten stillschweigend geduldet wird, können sich leicht falsche Gewohnheiten entwickeln. Bei riskantem Arbeiten können leicht Unfälle geschehen. Im Nachhinein sagt sich der Betroffene: „Hätte ich doch die Sicherheitsvorkehrungen eingehalten“. Beim nächsten Mal wird er vermutlich wieder die sichere Variante wählen.
Zeit ist Geld! Aber nur, wenn Sie dabei die Gefahren an Ihrem Arbeitsplatz im Griff haben.

Wann geschehen Unfälle?
Neue Mitarbeiter machen am Anfang sehr viele Fehler und können dadurch Unfälle erleiden. Sie lernen jedoch relativ schnell und die Unfallzahlen nehmen wieder ab. Mit zunehmender Routine steigt die Unachtsamkeit und demzufolge die Anzahl der Unfälle wieder an.

Unerfahrenheit bei Arbeitsbeginn

  • Weniger Erfahrung mit der Arbeitstätigkeit
  • Mangelnde Kenntnisse der wesentlichen Gefahren

Erfahrenheit bei der täglichen Arbeit

  • Besseres Gefahrenbewusstsein am Arbeitsplatz
  • Sicherer Umgang mit Arbeitsgeräten

Routine nach längerer Arbeitstätigkeit

  • Bequemlichkeit
  • Falsche Gewohnheiten
  • Überschätzung der eigenen Fähigkeiten
  • Verdrängung der Gefahren

Lassen Sie sich nicht von der Routine erwischen.

No risk, no fun?
Riskantes Verhalten am Arbeitsplatz hat verschiedene Ursachen. Warum neigen wir dazu uns riskant zu verhalten?

Riskantes Verhalten wird gefördert durch:

  • Verdrängung der Gefahr und Überschätzung der Fähigkeiten
  • Stillschweigendes Dulden von riskantem Verhalten
  • Bequemlichkeit

Sicherheitsgerechtes Verhalten hingegen wird gefördert durch:

  • Wissen um die Gefahr und die sicheren Arbeitsmethoden
  • Anerkennung des sicheren Vorgehens und Angst vor Unfällen

Vorbeugen ist besser als heilen
Riskantes Verhalten kann durch geeignete Massnahmen verhindert werden. Wie können Sie zur Verhinderung von riskanten Verhalten am Arbeitsplatz beitragen:

Bequemlichkeit

  • Bequemlichkeit ist menschlich. Begegnen Sie ihr wohlwollend und mit organisatorischen und technischen Massnahmen. Stellen Sie z.B. Schutzausrüstungen dort bereit, wo sie gebraucht werden.

Wunsch nach Anerkennung

  • Bestätigen Sie das sicherheitsgerichtete Verhalten auch mal mit einer kleinen Anerkennung. Sie werden sehen, es wirkt Wunder.

Veränderung der Gefahren

  • Rufen Sie mögliche Gefahren immer wieder in Erinnerung, somit werden sie weniger verdrängt.

Überschätzung der Fähigkeiten

  • Gegen das Überschätzen der Fähigkeiten helfen Informationen über alle Unfälle im Betrieb. Führen Sie regelmässig Übungen und Demonstrationen durch.

Falsche Gewohnheiten

  • Lassen Sie falsche Gewohnheiten gar nicht erst aufkommen. Loben Sie sicheres Verhalten. Weisen Sie aber auch auf Gefahren hin.

Mangelnde Kenntnisse

  • Mangelnde Kenntnisse werden am besten durch gründliche Ausbildungen und Instruktionen behoben.

Haben Sie die Gefahren im Griff!
Regelmässige Instruktionen und Sensibilisierung fördern die Arbeitssicherheit und verhindern falsche Gewohnheiten am Arbeitsplatz.

Eine der wichtigsten Massnahmen zur Förderung der Arbeitssicherheit ist die ständige Weiterbildung der Mitarbeiter. Sichern Sie sich den Erfolg durch:

  • Stetige Weiterbildung
  • Regelmässige Informationen
  • Reibungslose Organisation
  • Anerkennung des sicheren Verhaltens
  • Korrektur von riskantem Verhalten

Das Sicherheitskonzept von Cosanum umfasst in erster Linie die individuelle Bedarfsabklärung. In enger Zusammenarbeit mit Ihnen erarbeiten, implementieren und überwachen wir die definierten Schutzmassnahmen aus den Bereichen:

  • Hautschutz
  • Handschutz
  • Atem-, Kopf- und Gehörschutz
  • Augenschutz inkl. Korrekturschutzbrillen
  • Schutzbekleidung
  • Laien Defibrillator (3-Phasen-Konzept)

Sicherheit am Arbeitsplatz ist ein wertvolles Gut. Unser Schutzengel trägt aus diesem Grund nämlich auch einen Helm.

Bildstrecke

Quelle: www.suva.ch

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