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Polyethylen - eine Erfindung die die Welt veränderte

Polyethylen - eine Erfindung die die Welt veränderte

Polyethylen ist aus der heutigen Welt kaum mehr wegzudenken – tagtäglich werden wir mit dieser Materie in den unterschiedlichsten Formen konfrontiert: Abfallsäcke, Einlagebeutel, Wäschesäcke, Folien, Kunststoffrohre oder auch Mülltonnen selbst. Doch woher stammt dieses Material, was steckt dahinter?

Merkmale der bekannteste Polyethylene

  • PE-LD weich, elastisch, Glanz, hohe Transparenz, fast keine Stippen
  • PE-LD Regenerat weich, elastisch, Glanz, mittlere Transparenz, viel Stippen
  • PE-HD steif, wenig elastisch, matt, milchig, papierähnlich im Griff, raschelt
  • PE-Light-Plus steif, sehr elastisch, matt, milchig, papierähnlich im Griff, raschelt
  • PE-Light-Extra sehr weich, sehr elastisch, matter als PE-LD, mittlere Transparenz

Historische Informationen
Polyethylen wurde im Jahre 1898 vom Chemiker Hans von Pechmann entdeckt und im 1933 erstmals in den ICI-Laboratorien in England industriell unter einem Druck von ca. 1400 bar und einer Temperatur von 170° C hergestellt. Daraus entstand ein weisser, wachsartiger Belag auf den Innenseiten der Autoklaven. Als Rohstoff nutzten die Wissenschaftler Ethanol. 1940 konnte ein wirtschaftlich rentableres Herstellungs-Verfahren entwickelt werden, 1953 wurde der sogenannte „Ziegler-Natta-Katalysator“ entwickelt, welcher eine Polymerisation auch bei Normaldruck möglich machte. Die beiden zuständigen Wissenschaftler erhielten für diese Maschine 1963 den Nobelpreis für Chemie. Seit dem grossen kommerziellen Start 1957 hat Polyethylen den Weltmarkt erobert – vom Einsatz bei Radargeräten in Flugzeugen im zweiten Weltkrieg bis hin zu Plastikartikeln in allen möglichen Varianten und Formen. Polyethylen ist mit einem Anteil von ca. 29 % der weltweit am meisten produzierte Rohstoff. Im Jahr 2001 wurden 52 Millionen Tonnen hergestellt. Aufgrund der steigenden Nachfrage sowie seiner Grundlage (Rohöl) ist das Polyethylen jedoch leider auch sehr preissensibel.

Was ist Polyethylen (Abkürzung PE)
Das Ausgangsmaterial des Polyethylens ist das Gas Ethylen, welches aus Erdöl und Gas gewonnen wird. Der durch Polymerisation entstehende Kunststoff ist ein Riesenmolekül, das aus unendlichen Ketten von Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen zusammengesetzt ist. Diese Kunststoffe werden auch unter der Bezeichnung Polymere zusammengefasst. Dieses Wort ist abgeleitet von „poly“ und bedeutet „viel“.

Obwohl die Ausgangslagen immer gleich sind, können die unterschiedlichen Eigenschaften des fertigen Polyethylens beeinflusst werden, je nachdem, welches Herstellungsverfahren gewählt wird. Bei der Produktion spielt der Druck eine grosse Rolle. Der bestimmt nämlich, in welcher Dichte sich die Moleküle aneinanderreihen. Wird Polyethylen zum Beispiel unter hohem Druck hergestellt (Hochdruckverfahren oder HD), ist er weich und besonders flexibel, dagegen ist unter niedrigem Druck hergestelltes Polyethylen (Niederdruckverfahren = LD) steif und hart.

Ein umweltverträglicher Werkstoff?
Das steigende Umweltbewusstsein in der Öffentlichkeit macht auch vor Kunststoffen und damit vor Polyethylen nicht Halt. Gerade wegen ihrer relativ häufigen Verwendung im Verpackungsbereich symbolisieren Kunststoffe die moderne Wegwerfgesellschaft. Polyethylen gilt als umweltfreundlich in der Herstellung, weil keine Schwermetall-Verbindungen mit Cadmium oder Blei entstehen, die ins Abwasser gelangen könnten. Zudem entweichen keine schädlichen Dämpfe bei der Produktion. Immer mehr bemüht man sich Produkte so herzustellen, dass sie recycelt werden können. Polyethylen ist wieder einschmelzbar, es kann also recycelt werden. Das gesamte benutzte Material kann wieder zu Regenerat (der „jungfräuliche“ Rohstoff wird Granulat genannt) eingeschmolzen werden, aufbereitet und dann wieder der Kunststoffproduktion beigemischt werden.

Zukunft des Polyethylens und der daraus entstehenden Produkte
Polyethylen ist auch in Zukunft nicht aus unserem Alltag wegzudenken. Die Anforderungen an Polyethylen-Produkte werden jedoch stetig wachsen und neue Ideen sind gefragt. Cosanum AG hat in diesem Bereich mit der Firma PetroplastVinora AG einen langjährigen Partner, welcher sich stets weiterentwickelt und neue Lösungen erforscht und umsetzt. Als nationaler Marktführer liegt die Stärke von PetroplastVinora AG in der Innovation, der stetigen Prüfung der Abläufe, der Flexibilität, auch kleinere Kundenwünsche zu erfüllen sowie einem hohen Masse an Umweltmanagement.

Bilder

Quelle: PetroplastVinora AG, Andwil, 2010

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