Vorbeugung ist besser als heilen – wer sich vor Krankheiten schützen möchte, sollte stets saubere Hände haben. Die Schweinegrippe hat uns allen wieder mal vor Augen geführt, wie schnell sich Infektionen, Bakterien und Viren ausbreiten können. Komplett verhindern lassen sich solche Pandemien nicht, mit einfachen und leicht umzusetzenden Schutzmassnahmen ist die Ansteckungsgefahr jedoch ohne grossen Aufwand auf ein Minimum zu reduzieren.
Mehr Sicherheit für die Gesundheit
Richtige Händehygiene trägt massgeblich dazu bei, die Gesundheit zu erhalten und das Risiko der Verbreitung von Infektionen und Krankheitserregern zu reduzieren. 80% aller Infektionen werden durch die Hände übertragen, entweder durch das Berühren kontaminierter Gegenstände oder durch direkten Kontakt mit anderen Menschen. Grippeviren, zum Beispiel die Erreger der Magen-Darm-Grippe, setzen sich unter anderem an den Händen fest. Einfaches Händeschütteln kann rund 70% der Viren von Hand zu Hand weiterreichen, das Berühren einer Oberfläche bis zu 92% - und 67% davon können wiederum auf eine andere Person gelangen. Mit einer gründlichen Reinigung der Hände kann das Infektionsrisiko deutlich gesenkt werden.
Einfache Händehygiene
Die einfache Händehygiene umfasst das Waschen und Abtrocknen der Hände. Durch gründliches Waschen der Hände mit Flüssig- oder Schaumseife (nicht mit einem Seifenstück, da dieser die Keime auf sich tragen kann) können fast alle schädlichen Keime entfernt werden – ein kleiner Rest bleibt jedoch auf der Haut. Um einer Vermehrung der Keime auf nasser oder feuchter Haut vorzubeugen, sollten die Hände nach dem Waschen mit Seife sorgfältig mit einem Papierhandtuch abgetrocknet werden. Nur durch gründliches Waschen und Trocknen der Hände können bis zu 99% aller Keime entfernt werden – denn nur saubere und trockene Hände sind optimal geschützt.
3 Regeln, welche bei der einfachen Händehygiene zu beachten sind
Alle Tipps zur Händehygiene haben den Vorteil, dass sie keine besonderen zusätzlichen Umstände bedeuten und zum persönlichen Wohlempfinden beitragen – aber sehr effektiv sind:
Regel 1
Die Hände mehrmals täglich mit Seife waschen. Gründliches Einseifen verändert die Hautoberfläche so, dass Viren wie auch Bakterien sich schlechter festsetzen können.
Regel 2
Gründliches Händewaschen bedeutet mehr als die Handflächen aneinander zu reiben. Gerade die Zwischenräume zwischen den Fingern, die Oberfläche und der Raum unter den Fingernägeln sowie die Haut unter Schmuckstücken brauchen besondere Aufmerksamkeit – ebenso die Handoberseite. Die Seife muss anschliessend gründlich unter fliessendem Wasser abgespült werden – Seifenreste können Nährboden für neue Mikroben sein.
Regel 3
Genauso wichtig wie das Waschen selbst ist das Abtrocknen. Dabei spielt die Wahl der Trocknungsmethode eine entscheidende Rolle. Eine Studie der University of Westminster in London ergab folgende Ergebnisse:
- Nach dem Waschen und der Trocknung mit einem herkömmlichen Heisslufttrockner stieg die durchschnittliche Gesamtzahl an Keimen auf den Fingerkuppen um 186%, auf den Handflächen um 230%.
- Nach dem Waschen und der Trocknung mit einem Papierhandtuch sank die Gesamtzahl an Keimen um bis zu 77% auf den Fingerkuppen und bis zu 78% auf den Handflächen.
Durch die Benutzung eines Papierhandtuchs entsteht ein sogenannter Reibeeffekt, welcher verbleibende Keime zusätzlich entfernen kann.
Ein ebenfalls wichtiger, nicht zu vergessender Punkt ist die Pflege der Hände nach dem Waschen. Spröde, rissige evtl. sogar aufgesprungene Hände bieten einen idealen Nährboden für Keime und daraus folgende Infektionen. Daher trägt auch eine reichhaltige und sorgfältige Pflege der Hände dazu bei, dass die Haut unserer „Hauptwerkzeuge“ ihren natürlichen Schutzfilm behält und somit gewappnet ist gegen Angriffe von aussen.
Verbesserte Hygiene dank versiegelten Einwegflakons
Nebst der regelmässigen und pflichtbewussten Händereinigung spielt auch das entsprechende Seifenspendersystem eine tragende Rolle. Aktuelle wissenschaftliche Studien in öffentlichen Waschräumen haben ergeben, dass 25% der untersuchten Seifenspender mit offenem Nachfüllbehälter mit Bakterien kontaminiert waren, während versiegelte Spendersysteme keine Kontaminierung aufwiesen*. Insbesondere in medizinischen Anwendungsbereichen wird daher zunehmend der Einsatz von versiegelten Einweg-Flakons gefordert, um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren und die hygienische Sicherheit zu erhöhen. Nebst den hygienischen Aspekten sind diese Einweggebinde auch wirtschaftlicher und klar einfacher zu handhaben als die Mehrweg-Nachfüllflaschen.
*Quelle: Dr. Charles P. Gerba, Universität von Arizona, 2007 / Dokumentationen SCA Tork zum Thema Händehygiene




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