Ansell informiert über den Naturlatex (NL) Allergengehalt: Handschuhe aus Naturlatex (NL) sind schon immer die bevorzugte Wahl für den Handschutz. Der Grund dafür sind die physikalischen Eigenschaften von Latex sowie seine ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit gegenüber chemischen und biologischen Stoffen.
Naturlatex ist auch weiterhin das Material, das vorwiegend zur Herstellung von Schutzhandschuhen für medizinisches Personal verwendet wird. Neben seinen Vorteilen hat Naturlatex aber auch Nachteile, von denen Allergien das größte Problem darstellen. NL-Proteine können bei Menschen eine allergische Reaktion des Typs I auslösen. Wie eine Person auf diese Allergene reagiert, ist abhängig von ihrer Veranlagung zur Sensibilisierung und zu möglichen allergischen Reaktion. Die Art der möglichen Reaktionen sind unterschiedlich und können sich unter anderem als Urtikaria, Rhinitis und in Extremfällen als anaphylaktischer Schock manifestieren.
Naturlatexhandschuhe mit sehr geringem Proteingehalt die Lösung?
Zur grösstmöglichen Vermeidung dieser Risiken und als Beitrag zu einer Reduzierung der Prävalenz der allergenen Proteine von Naturlatex hat die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Ansell Handschuhe mit einem sehr geringen Proteingehalt entwickelt, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Die Entwicklung von Handschuhen mit einem geringen Gehalt an Latexproteinen ist aber ein Aspekt der Lösung. Die Suche nach einer geeigneten Methode zur präzisen Messung des Allergenhalts ist eine weitere Herausforderung, vor allem wenn man bedenkt, dass auch schon sehr kleine Proteinfragmente eine allergische Reaktion auslösen können.
Neue Massstäbe setzen dank standardmässige Messung des Allergengehalts
Der FITKIT-Immunologietest (von Quattromed) gilt im Markt als die präziseste Messmethode für NL-Allergene. Er identifiziert die vier Hauptallergene, die bei Latexallergien eine Schlüsselrolle spielen: Hev b 1, Hev b 2, Hev b 5 und Hev b 6.02. Ansell wendet diese Methode mittlerweile als Standard für die Messung des Allergengehalts seiner Latexhandschuhe an.
Ansell NL-Handschuhprodukte weisen geringen Allergengehalt auf
Diese herausragenden Werte sind das Ergebnis des kontinuierlichen Strebens von Ansell nach einem geringen Proteingehalt seiner Handschuhprodukte und der Investitionen in die Forschung und Entwicklung. Einige der Ansell Handschuhprodukte werden beispielsweise einem Heisswaschverfahren unterzogen. Dieses einzigartige, die Produktionsphase ergänzende Ansell-Verfahren, durch das beide Seiten des Handschuhs mit Detergentien und heissem Wasser gründlich gereinigt werden, gewährleistet für den Grossteil der Latexhandschuhe von Ansell einen sehr geringen bis „nicht nachweisbaren“ Allergengehalt.
So reduziert man das Niveau einer NL-Sensibilisierung
Wie bei vielen anderen Erkrankungen ist die Prävention von Allergien besser als deren „Heilung“. Neben den offensichtlichen wirtschaftlichen Aspekten und dem Risiko von Fehlzeiten der Mitarbeiter aufgrund von allergischen Reaktionen, hilft eine präventive Behandlung des Problems, Zeit und Energie für die eigentliche Problembewältigung zu sparen. Laut der Publikation von Dr. Henning Allmers („Current State of the Art in Natural Rubber Latex Allergy Prevention“), und anderen Experten, wie Kristiina Turjanmaa (Department of Dermatology of Tampere University Central Hospital) und Timo Palosuo (Laboratory of Immunobiology of the Finnish National Public Health Institute), senkt die Verwendung von puderfreien Handschuhen mit einem geringen Proteingehalt das Potenzial einer Sensibilisierung von Personen und damit die Fälle von Latexallergien bei medizinischem Personal.
Schlussfolgerung
Handschuhe sind für medizinisches Personal ein wichtiger täglicher Schutz. Die angemessene und verantwortungsvolle Auswahl der Handschuhe leistet einen hohen Beitrag zur Reduzierung der Latex-Sensibilisierung in dieser Berufsgruppe und bei den von ihr versorgten Patienten, insbesondere bei Kleinkindern. Die positive Auswirkung für den Menschen ist, dass mehr medizinische Mitarbeiter ihre Arbeit durchführen können, und nicht allergiebedingt in einen anderen Arbeitsbereich oder sogar Beruf wechseln müssen, wo kein Kontakt zu Latexprodukten steht. Die positive Auswirkung für medizinische Einrichtungen ist eine grössere Wirtschaftlichkeit.
Tabelle 2: Klassifizierung des Allergengehalt-Levels
Quelle: Ansell GmbH, München


