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Messung des intraabdominellen Drucks (IAP) auf intravesikalem Wege

Messung des intraabdominellen Drucks (IAP) auf intravesikalem Wege

S. Johansen, R.N. Intensivstation und Gustafsson, M. Sc. Health

Legende

[1] Manu LNG Malbrain et al: Incidence and prognosis of intraabdominal hypertension in a mixed population of critically ill patients: A multicentre epidemiological study. CCM 2005 Vol. 33. No. 2.

[2] Manu LNG Malbrain: Is it wise not to think about intra-abdominal hypertension in the ICU? Curr Opin Crit Care 2004; 10:132-145.

[3] Cheatham ML et al: Preload assessment in patients with an open abdomen. J Trauma 1999; 46:16-22.

[4] Manu LNG Malbrain et al: Prevalence of intra-abdominal hypertension in critically ill patients: A multicentre epidemiological study. ICM 2004; 30 pg. 822-9

[5] Manu LNG Malbrain: Different techniques to measure intra-abdominal pressure (IAP): time for a critical re-appraisal.

[6] www.wsacs.org

Hintergrund/Ausgangslage
Das abdominelle Kompartmentsyndrom (ACS) ist ein Zustand, der trotz seiner potentiellen Implikationen für alle anderen Organe noch bis vor kurzem unterschätzt wurde.
Obwohl die Auswirkungen des ACS sich lebensbedrohlich auf verschiedene Organe auswirken könnten, wurden erst vor kurzem die schlimmen Folgen des erhöhten intraabdominellen Drucks systematisch untersucht.
Diese Untersuchungen konnten dazu beitragen, die lokalen und systemischen Auswirkungen des erhöhten IAP sowie des stärkeren Bewusstseins für die Notwendigkeit einer frühen Diagnose mit Therapie zu klären.

Die intraabdominelle Druckerhöhung geht einher mit signifikant erhöhter Morbidität, Mortalität[1][2].
Darüber hinaus führt IAH zu einer Erhöhung des Zentralvenendrucks (CVP), des pulmonalarteriellen Verschlussdrucks (PAOP) und des intrakraniellen Drucks (ICP)[3], was die Wichtigkeit der Messung der intraabdominellen Druckerhöhung (IAH) deutlich unterstreicht.

Aktuelle klinische Forschung
Vor kurzem durchgeführte klinische Studien demonstrieren, dass die IAH (definiert als anhaltende oder wiederholte IAP ≥ 12 mmHg) und das ACS (definiert als anhaltende IAP ≥ 20 mmHg und Organdysfunktion) häufige pathologische Befunde auf der Intensivstation sind. Denn die IAH tritt bei über 50 % aller chirurgischen und medizinischen Intensivpatienten auf.[4] In einer Studie aus dem Jahr 2004[5] kam man zu der Schlussfolgerung, dass der Einsatz eines Manometers zur Messung des IAP auf intravesikalem Wege eine schnelle und kostengünstige Möglichkeit zur Durchführung klinisch validierter IAP-Messungen bietet.

Der intravesikale Weg zur Messung des IAP hat sich zum Goldstandard für IAP-Messverfahren[6] entwickelt.
Die World Society of the Abdominal Compartment Syndrome (WSACS) hat die klinische Bedeutung der IAP-Überwachung erkannt und Empfehlungen für eine Reihe von Behandlungsoptionen gegeben, die auf die Normalisierung des IAP abzielen.[6] Alle, die ein Interesse an Diagnose, Versorgung und/oder Behandlung der intraabdominellen Druckerhöhung IAH sowie des ACS haben, sind herzlich willkommen, sich unserer Gesellschaft anzuschliessen.

Quelle: Unomedical a/s

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Weiterführende Literatur

Die WSACS bietet Ihnen eine Suchdatenbank mit Medline-referenzierten Abstracts, aber auch von bisher unveröffentlichten Abstracts und Studien über IAH/ACS an. Die WSACS stellt Ihnen Informationen über den World Congress zum abdominellen Kompartmentsyndrom zur Verfügung (WCACS).

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