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Handpuppenspiel bei Demenz und Alzheimer erkrankten

Handpuppenspiel bei Demenz und Alzheimer erkrankten

Kommunikation ist sehr wichtig und es gibt verschiedene Arten zu kommunizieren

Kumquats-Puppen

Dankbarer Erfolg
Die Arbeit mit Handpuppen ist leicht und mit Erfolg und vor allem auch mit persönlichem Erfolg des Pflegepersonals oder Therapeuten gekrönt. Es ist etwas, dass man erleben muss – die Reaktionen der SeniorInnen sind teilweise unglaublich.

Um in Kommunikation treten zu können, sollte die Zuneigung hoch sein. Und zu Puppen hat jeder Mensch eine sehr hohe Zuneigung. Eine Puppe hatte fast jeder als Kind. Der Grund warum Puppen so gut ankommen, ist salopp ausgedrückt, der, dass Puppen leichter zu ertragen sind als Menschen. Die Puppen wiedersprechen nicht, haben keine Hintergedanken oder komische Meinungen über einen selbst, die man nicht kennt.

Demenz-Erkrankte haben eine hohe Affinität zu Puppen
Wenn die Puppen auch noch sehr realistische menschliche Züge auf weisen wird fast jeder die Puppen ansehen, anfassen und ansprechen. Besonders Demenz-Erkrankte haben eine sehr hohe Affinität zu Puppen. Sie fühlen sich zu den Puppen hingezogen, sie interpretieren sich oder Freunde und Bekannte in die Puppe. Diese Menschen werden sehr offen kommunizieren. Vieles aus ihrem Leben erzählen sie eher einer kindlichen Handpuppe, als einem fremden Erwachsenen.

Aggressions-Bewältigung im Alter mit Puppen
Auch zur Bewältigung von Aggressionen, welche im Alter fast zur Normalität zählen, sind Handpuppen ein gutes Mittel. Die Puppen können offen sprechen und damit auch mal frech sein und setzen sich anders zur Wehr, als es jeder andere Mensch macht. Aber warum sollte man auch Puppen böse sein, denn Puppen haben niemandem etwas Schlechtes getan und sind fast allen in guter Erinnerung.

Die Puppen im Altersheim
Die Arbeit mit Puppen im Altersheim ist deshalb möglich, weil man mit den Puppen auf einfache Art und Weise validiere kann, d.h. die Emotionen der SeniorInnen spiegeln. Dadurch steigert sich die Emotion der Einzelnen. So sorgt man für ein Stück Leichtigkeit und Unbeschwertheit. Validieren wird immer wieder als sehr schwierig vom Pflegepersonal oder auch Therapeuten beschrieben. Emotionen nachzuspielen braucht eigentlich eine schauspielerische Ausbildung und verlangt sehr viel persönlichen Einsatz. Hat man aber eine Puppe zwischen sich und der Person mit der man spricht, fällt es einem viel leichter Emotionen zu spielen – da ja nun die Puppe die Emotion hat und nicht der Spieler selbst. Das ist eine enorme Arbeitserleichterung für Therapeuten. Aktivieren ist auch immer wieder ein Thema in der Altenpflege. Auch dort erleichtern Handpuppen die Arbeit, sei es bei der Beschäftigung oder auch nur, wenn es darum geht ein Medikament einzunehmen. Wenn eine Puppe sagt, dass eine Person etwas Bestimmtes tun soll, so ist der Wiederstand gegen eine Puppe wesentlich geringer oder gar völlig verschwunden. Wie man auch einem kleinen Kind einen Wunsch nur sehr schwer ausschlagen kann, wir die Person tun was man von ihr wünscht.

Spezielle Puppenspielseminare für den Einsatz bei  Demenzerkrankten sind für 2011 in der Schweiz geplant.

Quelle: Kumquats®, L. Bodrik KG, Ölbronn-Dürrn

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