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Hochinfektiös und lebensgefährlich:

Hochinfektiös und lebensgefährlich: Noro-Viren

Nur 26 bis 35 Millionstel Millimeter klein – trotzdem weltweit die Hauptursache nichtbakterieller Magen-Darm-Infektionen.

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Noro-Viren gelten neben Rotaviren als die häufigsten Verursacher von viralen Gastroenteritiden, also Magen-Darm-Erkrankungen. Der Schwerpunkt der Erkrankungen liegt in den Wintermonaten. Das Virus ist aber ganzjährig im Umlauf und weist eine grosse Stabilität gegenüber Desinfektionsmitteln und Umwelteinflüssen auf. Die Viren überleben Temperaturschwankungen von -20 bis +60° Celsius und bleiben auch auf Gegenständen und Kleidung lebensfähig.

Die Übertragung der Noro-Viren erfolgt meist über Stuhl, Erbrochenes oder virushaltigem Aerosole während des Erbrechens. Begünstigt wird die Übertragung durch Händeschütteln, kontaminierte Speisen oder Getränke sowie kontaminierte Gegenstände wie Spielzeuge oder Türklinken. Besonders problematisch bei Noro-Virus-Ausbrüchen ist die explosionsartige Ausbreitung sowohl unter Patienten als auch beim medizinischen Personal. 

Hygienemassnahmen - die wichtigsten im Überblick
Gezielte Hygiene

 1. Händeyhgiene

  • Durchführung einer sorgfältigen Händehygiene.
  • Pflege der Patienten mit Einweghandschuhen, Schutzkitteln und ggf. Mund-Nasen-Schutz (z. B. bei Erbrechen oder Kontakt mit Erbrochenem).
  • Händedesinfektion mit einem gegen das Norovirus wirksamen Händedesinfektionsmittel (z. B. desderman® pure) nach Ablegen der Einmalhandschuhe und vor Verlassen des Isolationszimmers.

Empfohlene Produkte: desderman® pure, desderman® pure gel


2. Flächendesinfektion

  • Tägliche Wischdesinfektion aller patientennahen Kontaktflächen inkl. Türgriffe mit einem gegen das Norovirus wirksamen Flächendesinfektionsmittel (z. B. terralin® protect, perform®, terralin® PAA).Kontaminierte Flächen (z. B. mit Stuhl oder Erbrochenem) sofort nach Anlegen eines Atemschutzes gezielt desinfizierend reinigen (z. B. mikrozid® AF und mikrozid® sensitive).

Empfohlene Produkte: terralin® protect, mikrozid® AF liquid, mikrozid® AF Tücher, mikrozid® sensitive liquid, mikrozid® sensitive wipes

Organisatorische Massnahmen

Isolierung

Isolierung betroffener Patienten in einem Zimmer mit eigenem WC, ggf. Kohortenisolierung, evtl. Sperre einer Station für Neuaufnahmen.


Sonstiges

  • Minimierung der Patienten-, Bewohner- und Personalbewegung zwischen den Bereichen / Stationen.
  • Verlegung in andere Bereiche der stationären Versorgung oder zwischen Gemeinschaftseinrichtungen erst 72 Stunden nach Auftreten des letzten Erkrankungsfalles.
  • Die Wiedereröffnung von gesperrten Stationen oder Bereichen frühestens 72 Stunden nach Auftreten des letzten Krankheitsfallesund nach erfolgter Schlussdesinfektion.
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