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Die Redaktion des Spitex Magazins war bei der Cosanum zu Besuch

15000 Produkte hat der Gesundheitslogistiker Cosanum zu bieten und versendet zahlreiche davon tagtäglich an alle möglichen Leistungserbringer des Gesundheitswesens, darunter viele Spitex-Organisationen. Das «Spitex Magazin» hat einen Blick hinter die Kulissen des Logistikzentrums in Schlieren ZH geworfen – und dabei zum Beispiel erfahren, wieso wenige Klicks im Internet dafür sorgen, dass sich ein Cosanum-Mitarbeiter in schwindelerregende Höhen begibt.

Nehmen wir einmal an, eine Pflegefachperson aus der Innerschweiz stellt fest, dass ihre Spitex-Organisation dringend Nachschub an Pflegeprodukten benötigt. Schnell loggt sie sich darum in den Online-Shop von Cosanum ein und bestellt in Kürze sämtliche benötigten Waren. Die Spitex-Angestellte weiss, dass ihre Arbeit mit einigen wenigen Klicks getan ist – wie viele Menschen und Maschinen sie mit ebendiesen Klicks in Bewegung setzt, ist ihr allerdings kaum bewusst. Das «Spitex Magazin» hat darum einen Blick hinter die Kulissen des Gesundheitslogistikers geworfen, der Premiumpartner von Spitex Schweiz ist und 130 Angestellte beschäftigt.

Das System behält die Übersicht
Im zürcherischen Schlieren betreibt Cosanum seit sieben Jahren ein Logistikzentrum, in dem täglich rund 30 der insgesamt 200 Lieferanten ihre Waren aus der Welt der Hygiene und Pflege anliefern. Allein zwei Lastwagen voller Inkontinenz-Produkte steuern das Zentrum jeden Tag an und öffnen ihre gewaltigen «Rachen» für die Cosanum-Mitarbeitenden. Diese entladen die unzähligen Paletten mittels Gabelstapler und transportieren sie an ihren jeweiligen Bestimmungsort in der riesigen Lagerhalle. Das moderne Zeitalter hat bei Cosanum längst Einzug gehalten, denn ein Computersystem führt stets präzise Buch über den Lagerbestand. «Unser digitales System registriert jedes eintreffende Produkt und weist unsere Mitarbeitenden an, wo genau dieses gelagert werden soll», erklärt Vincenzo Aricò, Leiter Marketing und Kommunikation bei Cosanum. Und droht der Vorrat eines Produkts zu Ende zu gehen, schlägt das System den Mitarbeitenden eine Bestellung vor, welche diese nur noch zu bestätigen brauchen. 21 Meter hoch ist das Lager, das rund 12000 Quadratmeter Lagerfläche, 11000 Palettenplätze sowie 1000 Tablare für die 15000 von Cosanum vertriebenen Produkte umfasst. An diesem Frühlingstag erhält ein Lagermitarbeiter den Auftrag, sich um die soeben eingetroffene Bestellung der Innerschweizer Spitex-Organisation zu kümmern. Hierfür muss er sämtliche georderten Produkte in der riesigen Halle aufspüren. Dafür, dass diese Aufgabe nicht zur sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen verkommt, sorgt wiederum das Computersystem: Die Technik assistiert dem Menschen zuverlässig beim sogenannten Kommissionierprozess, beim Zusammenstellen der bestellten Produkte also. Weil das erste Produkt auf einem Tablar in rund 20 Metern Höhe auf den Mitarbeiter wartet, steigt er auf einen von drei induktionsgeführten Hochregal-Staplern. Dieses Gefährt gleicht einem Gabelstapler, seine Führerkabine lässt sich jedoch bis zur Lagerdecke ausfahren. Der Mitarbeiter lässt die Kabine höher und höher steigen, und bald erinnert der Hochregalstapler an eine mechanische Giraffe mit seinem langen metallenen Hals und seiner Führerkabine, die wie ein Giraffenkopf auf der Suche nach Futter beim obersten Regal zum Stehen kommt. Konzentriert greift der Arbeiter nach dem gesuchten Produkt und lässt sich dabei nicht davon irritieren, dass die Kabine immerzu leicht hin- und herschwankt. «Schwindelfrei muss man für diese Arbeit sicherlich sein», sagt Vincenzo Aricò schmunzelnd, der bei Cosanum «Creative Marketer of Violet Arts» genannt wird. Nicht alle von der Spitex begehrten Waren sind indes im Hochregallager zu finden: Die kleinsten Produkte werden in acht Kleinteilelagern der Firma Kardex untergebracht. Diese automatisierten Lager- und Bereitstellungssysteme transportieren jeweils dasjenige Tablar zu den Ausgabestellen, auf welchem die benötigte Ware lagert. Ein blinkender Lichtkegel zeigt dem Mitarbeiter daraufhin auch noch an, nach was er genau greifen soll. Innert weniger Minuten landet auf diese Weise ein Produkt nach dem anderen in der bereitgestellten Box – schnell und effizient dank der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.

Flache Hierarchien eingeführt 
Dass diese Prozesse so reibungslos vonstattengehen, ist keine Selbstverständlichkeit: Cosanum hat in den vergangenen Jahren intensiv an der Optimierung aller Abläufe rund um Bestellung, Lagerung und Lieferung gearbeitet. «Wir stellen bei all unseren Überlegungen konsequent den Kunden ins Zentrum und stellen uns dabei stets drei Fragen: Wie können wir noch besser werden? Wie können wir noch schneller werden? Und wie können wir unsere Kunden überraschen?», erklärt Aricò. Diese drei Fragen spiegeln sich auch im Motto von Cosanum wider, das bereits in der Empfangshalle des Firmensitzes an der Wand prangt: «Better. Faster. Magic» steht dort geschrieben; zu Deutsch: «Besser. Schneller. Magisch». Um eine Basis für das stetige Vorankommen zu schaffen, hat das Unternehmen in den vergangenen sechs Jahren einen tiefgreifenden Wandel erfahren, wie Bruno Schefer erklärt. Jener Bruno Schefer, dessen Bruder René das Familienunternehmen vor bald 40 Jahren gegründet hat, würde in anderen Unternehmen als Geschäftsführer bezeichnet – bei Cosanum ist er hingegen der «Headcoach cosaNetwork» (Cheftrainer) und seine Mitarbeitenden sind die «cosaMembers» (Cosa-Mitglieder). Die trendigen Begriffe und Leitsätze, welche den Alltag und den Auftritt von Cosanum prägen, seien keinesfalls bloss Kosmetik für traditionelle Strukturen, versichert Schefer. «Wir haben unsere Strukturen und unsere Firmenkultur tatsächlich grundlegend verändert und an die heutige Zeit angepasst.» Von der traditionell organisierten Firma habe sich der Gesundheitslogistiker zu einer Netzwerk-Organisation gewandelt und dabei die hierarchischen Strukturen gewissermassen dem Erdboden gleichgemacht: Dank der flachen Hierarchie habe nun jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, massgeblich an der Entwicklung des Unternehmens mitzuwirken – und seine Mitarbeitenden täten dies allesamt mit Begeisterung. «Das A und O unserer flachen Hierarchie ist das Vertrauen, welches wir unseren Membern entgegenbringen», erklärt Schefer. «Sie alle haben viele Kompetenzen und übernehmen grosse Verantwortung für Projekte, ohne dass Vorgesetzte involviert sind.» Mithilfe dieser modernen Strukturen wolle Cosanum ein führender Player im Gesundheitsmarkt sein – und sogar dessen Spielregeln ändern. «We love to change the Game», lautet dann auch ein weiterer Leitspruch des Unternehmens. Um ein solcher «Gamechanger» sein zu können, gelte es, Flexibilität, Agilität, Dynamik, Experimentierfreudigkeit und Lernwilligkeit zu beweisen, zählt Vincenzo Aricò im Laufe des Rundgangs auf. Lernwilligkeit hat Cosanum in den vergangenen Jahren beispielsweise bewiesen, indem alte Zöpfe identifiziert und konsequent eliminiert wurden. So hat sich gezeigt, dass insbesondere Inkontinenz-Produkte und Arbeitshandschuhe dermassen begehrt sind, dass es sich nicht lohnt, sie ins Hochregallager einzuordnen. «Für diese begehrtesten Produkte haben wir den sogenannten Schnelldreher eingerichtet», erklärt Aricò. Die Produkte werden nach der Anlieferung nahe dem Ausgang in schnell erreichbaren Regalen deponiert. Ja, viele von ihnen berühren kaum ein Tablar, bevor sie auch schon wieder in einen Lastwagen verladen und weiterversandt werden.

Etagenlieferung für die Spitex 
Die Experimentierfähigkeit des Unternehmens wird beispielsweise angesichts der bereitstehenden Boxen für den Etagenlieferservice ersichtlich. Diesen hat Cosanum 2017 für die Spitex ins Leben gerufen: Ein Team aus vier Fahrern – ausnahmslos Pensionierte – beliefert derzeit Klientinnen und Klienten der Spitex Zürich Limmat, Zürich Sihl und Stadt Winterthur, die stark beeinträchtigt oder nicht mobil sind. Die Fahrer liefern das benötigte Material für Inkontinenz oder auch Wundbehandlung kostenlos bis zur Wohnungstür. Sie räumen die Produkte gar an den dafür vorgesehenen Platz; und auch ein Schwatz ist im Service durchaus inbegriffen. «Die Etagenlieferung ist ein Gewinn für alle Beteiligten und bringt uns einen Schritt weiter in unserem übergeordneten Ziel: Wir wollen die Prozesskosten für die Spitex radikal reduzieren», erklärt Bruno Schefer hierzu. Zur angestrebten Kostenreduktion würden auch die digitalen Lösungen seiner Firma entscheidend beitragen. So hat Cosanum kürzlich für einen Grosskunden eine leicht zu bedienende Applikation entwickelt, die nun auch von anderen Interessenten genutzt werden kann. «Dieses Programm teilt dem Kunden jederzeit mit, wie der Bestand seiner Produkte ist und welche er bestellen sollte. Zudem führt es Buch über alle Waren, die in den vergangenen zwei Jahren bei uns bestellt wurden», führt Schefer aus. «Damit wird die bisher mühsame Inventur am Jahresende zum Kinderspiel.» Der Erfindergeist des Unternehmens zeigt sich schliesslich auch anhand eines blitzblank geputzten Raums im Keller des Firmensitzes: Hier ist das Reich von cosaOP Logistics, einem von Cosanum geschaffenen Lieferservice für alle Betreiber von Operationssälen. Dafür hat das Unternehmen hermetisch abgeriegelte Wagen entwickelt, welche europaweit patentiert sind. Im Raum im Untergeschoss meint man auf den ersten Blick, hier seien Chirurgen an einem Patienten zugange: Die Mitarbeitenden, welche die gleiche Vollmontur tragen wie Chirurgen, haben aber keine Menschen vor sich. Stattdessen befüllen sie die futuristisch anmutenden cosaOP-Wagen mit Sets, die alles enthalten, was für eine bestimmte Operation benötigt wird. Dann werden die befüllten Wagen von Cosanum-Angestellten bis vor den jeweiligen Operationssaal gefahren und können von Spital-Angestellten, welche über einen entsprechenden Badge verfügen, vor einem entsprechenden chirurgischen Eingriff geöffnet und entladen werden. Damit entfällt so manches mühsame Umladen und Zwischenlagern des heiklen Materials.

Produkte auf ihren Weg schicken 
Doch zurück zum Hochregallager, wo zahlreiche Mitarbeitende mit Scannern bewaffnet an Regalen entlangschreiten, Gabelstapler durch die lichtdurchfluteten Gänge steuern und Pakete, Paletten sowie Boxen und Taschen in Cosanum-Violett für den Versand bereit machen. Langeweile kommt im Hochregallager nicht auf, denn Monotonie wird zu vermeiden versucht: 90 Prozent der Angestellten sind Teil eines Rotationssystems. Sie vermögen alle im Lager anfallenden Arbeiten auszuführen und tun dies auch regelmässig. Damit wird nicht nur für einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag gesorgt – Cosanum stellt auf diese Weise auch sicher, dass der Ausfall eines Mitarbeitenden die Abläufe nicht behindert. Der Kommissionierprozess für die Spitex-Organisation aus der Innerschweiz ist inzwischen abgeschlossen und ein zweiter Mitarbeiter überprüft sorgfältig, ob wirklich alle bestellten Produkte in der Box enthalten sind. Dann wird die Box in einen Lastwagen der Brauch Transport AG geladen, welche sich um die Auslieferung vieler Bestellungen kümmert. Gleich daneben parkt derweil ein Lastwagen der Schweizerischen Post, die zweimal täglich die kleineren Pakete in Schlieren abholt. Brummend setzt sich bald darauf der Lastwagen mit der Box an Bord in Bewegung und macht sich auf den Weg in die Innerschweiz, wo die Spitex-Angestellte wartet, die einen Tag zuvor mit wenigen Klicks die dringend benötigten Produkte bestellt hat – und damit für emsiges Treiben in den Cosanum-Hallen sorgte.

Text von Kathrin Morf / Bilderstrecke Photocredits Leo Wieden

Mit dem Gabelstapler werden die   
angelieferten Produkte ins
Logistikzentrum von Cosanum
in Schlieren ZH gefahren
und registriet                                   Dann werden die angelieferten Produkte
im riesigen Hochregallager eingelagert.
Dabei hilft der Hochregalstapler,
dessen Führerkabine sich bis unters
Dach ausfahren lässt.

         

Wenn eine Spitex-Organisation
Produkte bestellt, werden diese
mit dem Hochregalstapler wieder
aus den riesigen Regalen geholt

Kleinere bestellte Produkte werden
aus den automatischen Kleinteilelagern
geholt.

                           

Sind alle Produkte eingesammelt,
wird die Bestellung zum Versand
bereit gemacht – zum Beispiel in
Paketen, welche die Schweizerische
Post zweimaltäglich bei Cosanum
in Schlieren abholt.