Cybathlon 2020

CYBATHLON 2020

Cybathlon bewegt auch auf Distanz

Sie heissen Maker Hand, PULSE Racing und Circleg. Sie kommen aus Kroatien, den Niederlanden und der Schweiz, und sie stehen stellvertretend für 51 Teams aus 20 Ländern, die an der Cybathlon 2020 Global Edition am Start waren. Sie alle vereint der Wunsch nach uneingeschränkter Bewegung. Aufgrund der Covid-19-Pandemie kämpften die Teams erstmals räumlich und zeitlich getrennt um den Sieg. Und mittendrin der Gesundheitslogistiker Cosanum.

Die Gewinner im Überblick

  • Krunoslav Mihic vom Team Maker Hand (Kroatien) im Geschicklichkeitsparcours mit Armprothesen (ARM)
  • Sander Koomen vom Team PULSE Racing (Niederlande) beim Fahrradrennen mit elektrischer Muskelstimulation (FES)
  • Florian Hauser vom Team HSR enhanced (Schweiz) beim Parcours mit motorisierten Rollstühlen (WHEEL)
  • Kim Byeong-Uk vom Team Angel Robotics 1 (Südkorea) beim Parcours mit robotischen Exoskeletten (EXO)
  • Francesco Bettella vom Team WHi (Italien) beim Virtuellen Rennen mit Gedankensteuerung (BCI)
  • Andre Frei vom Team Circleg (Schweiz) beim Hindernisparcours mit Beinprothesen (LEG)

Den gesamten Livestream sowie die einzelnen Videos der Teams finden Sie auf www.cybathlon.ch 

Vier Jahre nach der Weltpremiere ist die zweite Ausgabe des Cybathlon am 14. November 2020 zu Ende gegangen. Zwischen fünf und dreizehn Teams kämpften jeweils in einer Disziplin an zwei Tagen um den Sieg. Mensch und Maschine traten in sechs Disziplinen an: vom virtuellen Rennen mit Gedankensteuerung über das Fahrradrennen mit elektrischer Muskelstimulation bis hin zu den Parcours mit robotischen Exoskeletten oder motorisierten Rollstühlen. 

ETH Zurich Hoenggerberg. (ETH/Alessandro Della Bella)
ETH Zurich Hoenggerberg. (ETH/Alessandro Della Bella)

Anlass der Superlative

Am Cybathlon messen sich die Pilotinnen und Piloten mit körperlichen Behinderungen beim Absolvieren alltagsrelevanter Aufgaben mittels technischer Assistenzsysteme. Organisiert wird der Anlass von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich). Vor vier Jahren fand der erste internationale Wettkampf dieser Art statt. 

Damals traten 66 Konkurrenten aus 25 Nationen in der Swiss Arena in Kloten vor rund 5000 Zuschauern gegeneinander an. «Ein faszinierender Wettbewerb, wo hochtechnologische und innovative Systeme zur Anwendung kamen», sagt Bruno Schefer, Co-Headcoach von Cosanum, wenn er auf die erste Austragung zu sprechen kommt. Damals war er noch Zaungast, an der Ausgabe 2020 ist er mit von der Partie. Als Vertreter eines der offiziellen Partnerunternehmen will Schefer den Spirit der Innovation hautnah fühlen, um so die eine oder andere Idee mit in die eigene Firma zu tragen. 

ETH Zurich Hoenggerberg. (ETH/Alessandro Della Bella)

Forschung und Alltag kommen zusammen

Die 48 Stunden waren nicht nur für die Pilotinnen und Piloten, sondern auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer rund um den Globus sowie für alle Verantwortlichen des Cybathlon ein emotionaler Showdown. Aufgrund der Covid-19-Pandemie traten die Teams im eigens konzipierten «Lockdown-Modus» in ihrem Heimatland an. 

Sie hatten in einem Zeitfenster von nur drei Stunden drei Versuche zur Verfügung, um ihren Parcours zu absolvieren. Gezählt wurde der beste Versuch. Die Rennen wurden per Livestream ausgestrahlt. Bruno Schefer gefällt die spielerische Art, mit welcher der Cybathlon versucht, die Forschung im Bereich alltagstauglicher Assistenzsysteme voranzutreiben. Der Cybathlon sei ein besonders eindrückliches Beispiel, wie Mensch und Technik zueinander finden. Wenn es um innovative Produkte geht, fühlt er sich abgeholt. Der Anlass baue zudem Brücken, betont der Co-Headcoach. Er sehe es als zentrale Aufgabe eines Unternehmens, vorwärts zu kommen, ganz nach dem Motto: Wer stehen bleibt, fällt automatisch zurück. «Das Gesundheitswesen verändert sich seit Jahren rasant, und wir mussten als Spezialisten in der Gesundheitslogistik ebenfalls neue Wege gehen, um als Unternehmen weiterhin wettbewerbsfähig und attraktiv zu bleiben.» 

Barrieren abbauen

Deshalb ermutigt er seine Happy cosaMembers, wie er seine Mitarbeitenden nennt, immer dazu, den technologischen und strategischen Wandel mitzugehen und voranzutreiben. So auch bei der Einführung neuer Produktelinien wie Ortho by cosanum. Das Logistikunternehmen unterstützt dabei den medizinischen Fachhandel, Spitäler sowie Ärzte mit modernen und vielfältigen Produktlösungen im orthopädischen Bereich. «Wir wollen den Patienten ein aktives und beschwerdefreies Leben ermöglichen», sagt Bruno Schefer. Das Vertrauen in neue Technologien stärken und gleichzeitig Barrieren abbauen sei ihm ein zentrales Anliegen. Bruno Schefer ist begeistert, was die Teams gemeinsam mit den Entwicklern und den Betreuerinnen und Betreuern am Cybathlon leisten. «Assistenzsysteme sind den Menschen mit einer Behinderung eine grosse Stütze im Alltag.» Sie alle würden Brücken bauen. Technisch und menschlich. Mit dem Cybathlon rückt dieser Traum ein Stück näher. 

Interview mit Bruno Schefer

Was macht für Sie der Zauber des Cybathlon aus?

Für mich liegt der Zauber darin, dass sich Menschen mit einer Einschränkung dank der Technik so bewegen können, wie das vorher nicht möglich war. Die Fähigkeit, sich selbständig zu bewegen, ist für die Selbstbestimmung und somit für das Wohlbefinden eines Menschen sehr wichtig. Ist die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt oder nicht mehr vorhanden, hat dies Folgen für die Psyche und die Gesundheit des Betroffenen.

Bruno Schefer Headcoach cosaNetwork

Was verbindet Cosanum mit dem Wettbewerb Cybathlon 2020?

Cosanum ist im Bereich Healthcare tätig und durch diese Tätigkeit den vielen Menschen mit einer Einschränkung verbunden. Gemeinsam mit Partnern bietet Cosanum im Ortho-Bereich fortschrittliche und innovative Produkte an.

Wie kam es dazu, dass der Gesundheitslogistiker als Partner an der Ausgabe 2020 teilnimmt?

Wir unterstützen generell Innovationen im Healthcare-Bereich. Der Cybathlon ist mehr als ein Wettkampf, denn er fördert darüber hinaus die Forschung zu alltagstauglichen Assistenzsystemen und den Dialog mit der Öffentlichkeit. Das passt gut zu unserem Förderkonzept. Wir schätzen die Zusammenarbeit mit der ETH sehr.

Was nehmen Sie vom Cybathlon 2020 mit?

Zum einen freut es mich, am Cybathlon über den Livestream viele glückliche Gesichter gesehen zu sehen. Zum anderen werde ich unsere Kunden auf den Anlass und auf unser Engagement dafür aufmerksam machen. Und zuletzt viele Ideen und Zukunftsvisionen im Bereich Orthetik mit in den eigenen Betrieb mitnehmen.

Herr Schefer zum Schluss noch eine persönliche Frage: Brücken zu bauen, ist Ihnen sehr wichtig. Das betonen sie hier im Gespräch und in Ihren öffentlichen Auftritten immer wieder. Was ist Ihre persönliche Motivation?

Für mich ist es sehr wichtig, Sinn in der Arbeit und im täglichen Tun zu finden. Das heisst für mich persönlich unter anderem: etwas tun, damit es den Menschen besser geht. Diese Motivation werde ich in Zukunft noch verstärkt wahrnehmen.

Cybathlon

Am 13. und 14. November fand die zweite Austragung des Cybathlon statt. Erneut traten Menschen mit körperlichen Behinderungen in verschiedenen Parcours gegeneinander an — unterstützt von modernsten technischen Assistenzsystemen. Aufgrund der Covid-19-Pandemie gingen die Teams im «Lockdown-Modus» im jeweiligen Heimatland in sechs Disziplinen an den Start: Virtuelles Rennen mit Gedankensteuerung, Fahrradrennen mit elektrischer Muskelstimulation, Geschicklichkeitsparcours mit Armprothesen, Hindernisparcours mit Beinprothesen, Parcours mit robotischen Exoskeletten, Parcours mit motorisierten Rollstühlen. 

Weitere Informationen zum Cybathlon finden Sie hier: www.cybathlon.ch 

Cookies

> Wir verwenden Cookies zur Optimierung unserer Webseite. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu den Cookies finden Sie in unseren Cybathlon 2020

Einstellungen oder ablehnen